Die wichtigsten Meldungen der Woche aus Medizin und Forschung:

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► Jeder 5. Intensiv-Patient erleidet Krankenhaus-Infektion

Jährlich bekommen rund 3,2 Millionen europäische Patienten eine Infektion, die sie sich im Krankenhaus einfangen, – das sind rund 80 000 Infektionen pro Tag! damit ist auf Normalstationen rund jeder 18. Patient betroffen. Auf Intensivstationen ist es sogar noch schlimmer, hier ist jeder 5. Patient mit Krankenhauskeimen infiziert. Das ergibt eine Studie vom European Health Forum Gastein (EHFG) , für die 1200 Krankenhausdaten aus 30 europäischen Staaten ausgewertet wurden. Grund für die Infektionen: Immer mehr Bakterien sind Antibiotika-resistent – gefährlich, da ca. jeder dritte Patient in Europas Krankenhäusern täglich Antibiotika einnimmt. Die Folgen reichen von verlängerten Krankenhausaufenthalten und langwierigen Behandlungen bis hin notwendigen chirurgischen Eingriffen oder dauerhaften Gesundheitsschäden.

► Am 5. Oktober ist „Tag der Epilepsie“

Über 500 000 Deutsche leiden an Epilepsie, einer der häufigsten neurologischen Erkrankungen. Etwa 38 000 Neuerkrankungen kommen jährlich dazu. Seit 1996 organisiert die Epilepsie-Selbsthilfe an jedem 5. Oktober einen bundesweiten Aktionstag, 2013 steht das Thema „Epilepsie und Mobilität” im Mittelpunkt. Aufklärung über die Krankheit ist nötig, denn laut einer Umfrage der Deutschen Gesellschaft für Epileptologie (DGfE) halten 11 Prozent der Befragten Epilepsie für eine Geisteskrankheit. Und nur 45 Prozent der Befragten wussten, dass die Erkrankung erfolgreich behandelt werden kann.

► Ein Viertel der Deutschen ist extrem übergewichtig

Nach Angaben der Deutschen Adipositas-Gesellschaft leidet mehr als die Hälfte aller Deutschen an Übergewicht, mehr als jeder vierte sogar an extremem Übergewicht (Adipositas). Von Adipositas spricht man ab einem Body Mass Index (BMI) von 30 – bei einer Größe von 1,70 Meter wären das 86,5 Kilogramm. Das erklärte die Gesellschaft zum Start ihrer aktuellen Jahrestagung, bei der rund 300 Experten neue Therapieformen erörtern.

► Immer mehr Patienten wegen psychischer Störungen im Krankenhaus

Im Jahr 2012 verbrachte ein Patient im Schnitt 8,3 Tage für eine Behandlung im Krankenhaus, 1990 waren es noch 13,4 Tage – ein Rückgang um 38 Prozent, berichtet die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf Zahlen der Krankenkasse Barmer GEK. Die Verringerung geht vor allem auf das Konto kürzerer Behandlungszeiten bei Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Stark zugenommen hat allerdings die Zahl der Behandlungstage bei psychischen Leiden. Sie betrug im vergangenen Jahr 22,7 Tage – ein Anstieg gegenüber 1990 um 67 Prozent!

► Viele Kosmetikprodukte enthalten hormonell wirksame Chemikalien

Fast jedes dritte Kosmetikprodukt enthält hormonell wirksame Chemikalien, berichtet das Patientenmagazin „HausArzt“ unter Berufung auf eine Studie des Bundes für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND). Untersucht wurden mehr als 60 000 Pflege- und Kosmetikprodukte, darunter Duschgele, Cremes und Make-up. 20 Prozent enthielten gleich mehrere der 15 getesteten Substanzen. Unter www.bund.net/toxfox kann man den Strichcode seines Produkts eintippen und sieht, ob es betroffen ist.

► 800 000 Deutsche stottern

Nach Angaben der Bundesvereinigung Stottern & Selbsthilfe (BVSS) stottern rund 800 000 Deutsche regelmäßig. Auch fünf Prozent aller Kinder in Deutschland haben Phasen, in denen sie stottern – Jungen dabei doppelt so häufig wie Mädchen. Bei drei Viertel dieser Kinder hört das bis zur Pubertät aber von selbst wieder auf. Im Erwachsenenalter ist das Verhältnis stotternder Männer und Frauen etwa 4 zu 1. Stottern ist als Behinderung anerkannt, die Ursachen sind nicht völlig erforscht. Nach Ansicht von Experten entsteht das Stottern durch Fehler bei der Zusammenarbeit von linker und rechter Gehirnhälfte. Dieser Fehler sei wahrscheinlich genetisch bedingt.

► Hundertjährige heute fitter als früher

Hundertjährigen geht es heute besser als noch vor zehn Jahren. Das haben Altersforscher der Universität Heidelberg herausgefunden, die 112 hochbetagte Menschen befragten. Danach hat heute mehr als jeder Zweite (52 Prozent) keine oder nur geringe geistige Einschränkungen. Bei einer Studie von 2001 lag dieser Anteil bei 41 Prozent, berichtet die Zeitschrift „Senioren Ratgeber“ (Ausgabe 10/2013).

Quelle: Bild.de

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