Die wichtigsten Meldungen der Woche aus Medizin und Forschung:

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Kommt die Krätze zurück nach Deutschland?

 

Medizin-Ticker

 

► Zahl der Krätzefälle steigt offenbar

Immer wieder gibt es Meldungen über Krätzeausbrüche in Deutschland. Weil es aber keine sicheren Zahlen gibt, kann man nicht mit Gewissheit sagen, ob die Krätze heute häufiger auftritt als früher, sagen Experten vom Institut für Mikrobiologie und Hygiene an der Charité Berlin. Hintergrund: Die Krätze ist nicht meldepflichtig. Nur Gemeinschaftseinrichtungen müssen den Gesundheitsämtern Ausbrüche anzeigen. Betrachtet man aber die Verschreibungszahlen für das standartmäßig verschriebene Präparat bei gesetzlich Krankenversicherten, zeigen sich deutliche Tendenzen: 2007 wurde die Creme 56 000 Mal verordnet, 2012 bereits 79 000 Mal, wie aus Daten des Wissenschaftlichen Instituts der AOK (WIdO) hervorgeht. Weltweit gelten der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge 300 Millionen Menschen als an Krätze erkrankt. In Mitteleuropa kommt sie als sporadische Krankheit bei Kindern, Müttern, Personen mit schwachem Immunsystem oder sexuell aktiven Erwachsenen vor. Die Krankheit macht sich durch kleine Bläschen und Pusteln bemerkbar, die meistens mit starkem Juckreiz verbunden sind.

 

► Sport unterstützt die Krebstherapie

Intensiver Sport kann die Krebstherapie unterstützen und die Patienten besser gegen einen möglichen Rückfall rüsten. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher der Deutschen Sporthochschule Köln und der Uniklinik Köln in einer Studie. Die Studienergebnisse zeigen, dass Patienten mit einer guten Fitness mehr natürliche Killerzellen haben, um die Krebsabwehr zu verstärken, sagen die Mediziner.Hintergrund: Das menschliche Immunsystem verfügt über Abwehrzellen, sogenannte natürliche Killerzellen, die in der Lage sind, Tumorzellen zu erkennen und abzutöten. „Unsere Untersuchungen deuten darauf hin, dass leistungsfähigere Krebspatienten besser gerüstet sind für den Kampf gegen das Wiederauftreten ihrer Erkrankung”, erklärte Bloch. Je größer die Fitness der Patienten sei, desto mehr Abwehrzellen blieben im Blut und stünden somit dem Organismus für die Tumorzellabwehr zur Verfügung.

 

►Warum Sitzenbleiber so ungesund leben

Zu viel sitzen macht krank. Besonders ältere Menschen über 60 Jahre sind gefährdet, da diese etwa zwei Drittel ihrer Wachzeit (das entspricht ca. 9 Stunden) im Sitzen verbringen. Jede zusätzliche Stunde mehr, die sitzend verbracht wird, erhöht das Gesundheitsrisiko um 50 Prozent – das gilt vor allem für Diabetes Typ 2, Krebs und Herzversagen, wie eine Studie der Northwestern University Feinberg School of Medicine in Chicago zeigt. Fazit: Wenn die Menschen weniger als drei Stunden am Tag sitzend verbringen würden, so würde sich die Lebenserwartung um satte zwei Jahre erhöhen, mahnen die Forscher.

►Spielautomaten-Sucht in Deutschland gestiegen

Die Menschen in Deutschland werden dem klassischen Lotto, Toto und Co untreu: Während 2011 insgesamt noch über die Hälfte der Bevölkerung spielte, so waren es 2013 nur noch gut 40 Prozent. Entgegen diesem Gesamttrend, den eine neue Studie der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) aufzeigt, wächst jedoch die Zahl derer, die ihr Bares in Geldspielautomaten stecken auf 3,7 Prozent. Sie stellen auch den höchsten Anteil der problematischen Vielspieler (28,6 Prozent). Gut 0,8 Prozent der Bevölkerung, also 438 000 Menschen, sind demnach sogar spielsüchtig. Vor zwei Jahren war ihre Zahl noch deutlich geringer gewesen.

 

►Frauen haben das Multitasking-Gen

Geht es darum, mehrere Aufgaben gleichzeitig zu bewältigen, sind Frauen Männern offenbar überlegen. Britische Forscher haben das in zwei Experimenten wissenschaftlich untermauert. Männer bewältigten dabei einen Mix aus zwei sich überlappenden Aufgaben am Computer langsamer als weibliche Studienteilnehmer. Bei mehreren Alltagsaufgaben, die kurz aufeinander folgten und durch einen Telefonanruf unterbrochen wurden, behielten die Frauen vor allem dann den besseren Überblick, wenn planerisches Denken gefordert war, wie die „Apotheken Umschau“ berichtet.

 

►Lebensstil ist für ein Viertel aller Fehlgeburten verantwortlich

Jede vierte Fehlgeburt ist laut einer dänischen Studie auf den Lebensstil zurückzuführen und damit vermeidbar. Durch den Abgleich verschiedener Patientenregister wurden die Daten von 90 000 Frauen ausgewertet, die in Dänemark in den Jahren 1996 bis 2002 ein Kind erwarteten. Nach den Berechnungen der dänischen Wissenschaftler lassen sich 25,2 Prozent der Fehlgeburten auf neun bekannte Risikofaktoren zurückführen. Dies waren das Ausmaß der körperlichen Bewegung, Alkohol, Rauchen, Kaffee, Schichtarbeit vor der Schwangerschaft, das Heben von mehr als 20 kg schweren Gegenständen, ein Alter der Mutter von über 30 Jahren während der Befruchtung, ein Über- oder Untergewicht vor der Schwangerschaft sowie frühere genitale Erkrankungen. Doch die beiden wichtigsten Risikofaktoren waren Alkoholkonsum und das Alter der Mutter. Fazit: Etwa 11,4 Prozent der Fehlgeburten ließen sich vermeiden, wenn die Frauen ihre Kinder zwischen dem 25. und 29. Lebensjahr bekämen, so die Forscher.

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