Deutsche sind immer gestresster!

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Deutschland unter Druck – der Stresslevel steigt!

Das zeigen die Daten einer neuen Stress-Studie, die das Institut Forsa für die Techniker Krankenkasse durchgeführt hat. Die Ergebnisse sind beunruhigend:

► Fast sechs von zehn Deutschen empfinden ihr Leben als stressig – jeder Fünfte steht sogar unter Dauerdruck.

► Am stärksten betroffen: die Generation zwischen Mitte 30 und Mitte 40. Sie wird förmlich zerrieben zwischen Kind, Haushalt, Karriere und den eigenen Eltern, die auch immer mehr Hilfe brauchen. Von ihnen sind acht von zehn gestresst, jeder Dritte sogar ständig. Frauen sind dabei stärker unter Druck als Männer. Und: Je höher Bildungsabschluss und Einkommen, desto höher ist auch der Belastungsgrad der Menschen.

► Stress-Hochburgen sind die Metropolen: Hier ist der Stresslevel deutlich höher als auf dem Land.

► Baden-Württemberg liegt in Sachen Stress ganz vorn: Fast zwei Drittel sind dort gestresst, mehr als jeder vierte steht sogar unter Dauerdruck. Generell sind die Menschen im Süden (Bayern, Hessen, Rheinland-Pfalz, Saarland) gestresster als die im Norden: In Bremen, Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen ist man im Vergleich viel entspannter.

► Mehr als jeder zweite Deutsche hat das Gefühl, dass sein Leben in den letzten drei Jahren stressiger geworden ist.

Der Job als größter Stressfaktor

Von den Berufstätigen nennen fast zwei Drittel ihre Arbeit als größte Belastungsquelle. Besonders gestresst sind die Angestellten – von ihnen sind sogar acht von zehn gestresst. Zum Vergleich: Von den Arbeitern und Beamten geben dies knapp sechs von zehn an.

Die Stresstreiber im Job sind u.a. Termindruck, Informationsflut, schlechte Arbeitsplatzbedingungen, ungerechte Bezahlung, mangelnde Anerkennung sowie die ständige Erreichbarkeit auch nach Feierabend.

Viele Berufstätige müssen aufpassen, dass sie nicht in eine Burn-out-Spirale geraten: Buchstäblich ausgebrannt fühlt sich bereits ein Drittel der Beschäftigten. Und mehr als jeder Fünfte berichtet sogar davon, in den letzten drei Jahren an einer psychischen Erkrankung wie Burn-out oder Depression gelitten zu haben.

Der familiäre Druck lastet überwiegend auf den Frauen: Haushalt und Kindererziehung sind für sie ein deutlich größerer Belastungsfaktor als für Männer. Private Konflikte stressen vor allem die jüngeren Befragten besonders stark.

Durchhalten oder Wegducken

„Augen zu und durch“: Dieses Motto gilt für die meisten Deutschen, wenn es stressig wird (59 Prozent). Jeder Sechste gibt dagegen zu, den Kopf in den Sand zu stecken – und hofft, dass der Sturm vorbeizieht (17 Prozent).

Während „Durchhalter“ zwar insgesamt den höchsten Stresslevel haben, leiden Stressvermeider aber am stärksten unter der Belastung. Von ihnen steht jeder Vierte nach eigener Angabe unter Dauerdruck, sie sind stärker Burn-out-gefährdet und haben besonders oft psychische Beschwerden wie Depressionen oder Angstzustände, sie leiden zudem unter Kopfschmerzen, Tinnitus, Magenbeschwerden und häufigen Erkältungskrankheiten.

TK-Chef Dr. Jens Baas: „Mit unserer Studie wollen wir einen Anstoß dazu geben, bewusster mit positivem und negativem Stress, aber auch mit den persönlichen Ressourcen umzugehen. Denn entscheidend ist, dass Belastungsfaktoren immer Energiequellen gegenüberstehen.“

„Letztlich ist jeder für seine Entspannung und Gesundheit selbst verantwortlich. Weder der Chef noch die Politik können sich für den einzelnen Mitarbeiter entspannen“, sagt Therapeutin Almut Müller vom Sp.E.K.-Institut (Buch: „Entspannung – So genießen Sie jeden Tag“, Schlütersche, 12,90 Euro).

„Die Pausen und die Freizeit müssen von jedem selbst gesund und entspannend gestaltet werden. Jeder braucht seine eigene individuelle Form der Entspannung. Nicht alles hilft allen in jeder Situation gleichermaßen“, betont Müller.

Alkohol als gefährlicher Seelentröster

Vier von zehn Männern greifen laut der TK-Studie bei Stress zu Bier und Wein – gegenüber „nur“ 25 Prozent der Frauen. Besonders oft greifen bei Stress zudem junge Leute zur Flasche (44 Prozent der unter 25-Jährigen). Und: Sechs Prozent der Befragten gestehen ein, sich entweder mit Aufputschmitteln leistungsfähig zu halten oder mit Beruhigungsmitteln zu entspannen, wenn der Druck zu groß wird.

„Alkohol, Medikamente, Zigaretten, Kaffee – all diese Dinge puschen, lenken ab und unterdrücken vielleicht für einen Moment den Stress. Sie sind jedoch nicht in der Lage, langfristig Stress abzubauen und etwas für unsere Gesundheit zu tun, im Gegenteil!“, sagt Müller.

Quelle: Bild.de

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